TranslaTUM

München

TranslaTUM

Der schwungvolle, S-förmige Baukörper des Zentralinstituts für translationale Krebsforschung der Technischen Universität München setzt sich deutlich von der übrigen Bebauung des Campusgeländes ab. Für Wissenstransfer und Kooperation steht auch die Fassadengestaltung mit großformatigen Keramikplatten, die auf Wunsch der Architekten in zehn, individuell gefertigten Radien maßgenau ausgeführt wurde. So lässt sich die vorgehängte, hinterlüftete Gebäudehülle flexibel an die geschwungene Form des Baukörpers anpassen und greift diese in ihrer Gliederung und Oberflächenstruktur wieder auf. Die hellen, unterschiedlich großen Keramikplatten sind nicht nur in einem wilden Verband angeordnet, sondern beleben das Fassadenbild auch durch eine Variation in der Haptik – denn die 700 bis 1.700 Millimeter langen Ziegelplatten von MOEDING besitzen entweder eine fein horizontal gerillte Linienstruktur oder eine glatte Oberfläche.


Architekt: Doranth Post Architekten I München
Produkt: LONGOTON®
Farbe: Creme
Form: Sonderform, teilweise gerillt
Foto: Stefan Müller-Naumann

"Die Herausforderung bei der Fassadenplanung bestand darin, für den geschwungenen, S-förmigen Baukörper ein Fassadenmaterial zu wählen, das sowohl die Form mit den konkaven und konvexen Krümmungen unterstützt als auch in Haptik, Ausdruck und Farbspektrum eine Verbindung zu den Putzfassaden der Nachbargebäude ermöglicht. Alle diese Vorgaben ließen sich mit den individuell gefertigten Keramikplatten optimal umsetzen. Der helle Farbton konnte speziell auf die Umgebung abgestimmt werden. Belebt wurde das Fassadenbild durch versetzte Fugen und die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen der Platten – von glatt bis fein, gerillt und gewellt. Besonders intensiv haben wir uns mit dem Hersteller bei der Ausführung der unterschiedlichen Radien abgestimmt, die von MOEDING maßgenau ausgeführt wurden."

Katja Klingholz, Doranth Post Architekten GmbH, München